Architektur im Text

Autor: Edina Timea Szabó

Zeitung: 2016/1

Rubriken: Germanistik, Studium

Am 22. September 2016 wurde ein Gastvortrag mit dem Thema Architektur im Text organisiert. Der Vortrag fand im Ady-Gebäude der Fakultät in der Egyetem utca 2, im Raum VIII, statt. Der Lehrstuhl für österreichische Literatur und Kultur des Instituts für Germanistik der Universität Szeged veranstaltete zusammen mit der örtlichen Österreich-Bibliothek und mit dem Österreichischen Kulturforum Budapest das Event. Der Referent war Universitätsprofessor Roland Innerhofer von der Universität Wien.

Der Vortrag begann mit einer kurzen Vorstellung Professor Innerhofers durch Dr. habil. Attila Bombitz, Lehrstuhlleiter des Lehrstuhls für österreichische Literatur und Kultur, der ihn als hervorragenden Dozenten des Instituts für Germanistik der Universität Wien ankündigte. Er ist im Bereich Neuere Deutsche Literatur tätig. Die Veranstaltung war gut besucht, viele Interessierte, darunter nicht nur Studenten und Studentinnen, sondern auch viele Dozenten und Dozentinnen, nahmen am Gastvortrag teil.

Die wesentliche Aussage des Vortrags war, dass Literatur wie ein Bauwerk betrachtet und Architektur wie ein Text gelesen werden kann. Der Referent hat die Kategorien Raum und Zeit vorgestellt, was diese miteinander verbindet und was sie voneinander trennt.
Gemeinsam ist ihnen, dass sie durch Geschichte in politischen Situationen geformt sind. Beide hüten Erinnerungen von Vergangenheit. Der Universitätsprofessor hat in seinem Vortrag die avantgardistischen Tendenzen hervorgehoben: Der Bruch mit den Traditionen führte zu einer verstärkten Reflexion intermedialer Beziehungen und Differenzen. In der Architektur und in der Literatur sind im 20. Jahrhundert neue Motive und neue formale Veränderungen aufgekommen. Durch diese Veränderungen haben beide eine starke Wirkung aufeinander ausgeübt. Deshalb kann man sagen, dass Architektur und Literatur eng zusammenhängen.

Der Vortrag wurde durch den Einsatz historischer Bilder sehr schön illustriert und damit anschaulicher für das Publikum. Nicht nur für Studenten und Studentinnen, sondern auch für Dozenten und Dozentinnen war er deshalb auch ebenso anspruchsvoll wie ansprechend. Am Ende des Programms konnte die Zuhörerschaft Herrn Innerhofer Fragen stellen. Der Dozent hat die Fragen herzlich aufgenommen.

/Edina Timea Szabó/

Roland Innerhofer

Publikum